Urologische Gemeinschaftspraxis
Dr. med Ch. Breuer und Dr. med R. Schneider
Bahnhofstrasse 1, 3600 Thun BE


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Was ist Endoskopie?

Die flexible Endoskopie ist ein Verfahren mit dessen Hilfe Hohlorgane wie z.B. Harnröhre, Harnblase, Harnleiter, Nierenbecken, Magen, Darm oder Lunge untersucht werden können. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch noch der ältere Begriff Spiegelung verwendet: Die Cystoskopie wird dann als Blasenspiegelung und die Gastroskopie als Magenspiegelung bezeichnet.
Die Bezeichnung rührt daher, dass früher tatsächlich kleine Spiegel und Glasprismen im Endoskop das Bild zum Untersucher geleitet haben. Die erste Spiegelung des Magens ist aus dem Jahr 1868 überliefert. Damals wurde die Untersuchung mit einem starren Endoskop an einem Schwertschlucker demonstriert. Erst das elektrische Licht und ausgeklügelte Spiegelkonstruktionen ermöglichten später auch flexiblere Endoskope.

Moderne Endoskope / Videoendoskopie

Ein Endoskop besteht heute aus einem flexiblen kunststoffummantelten Schlauchsystem mit entweder Linse und Chip an einem Ende oder mit einem Bündel optisch hochauflösender Glasfasern. Es ist weich und extrem biegsam und kann deshalb leicht in den Körper eingeführt werden. Endoskope sind außerdem mit einer speziellen Lichtquelle und evt. zusätzlich mit einer Kamera ausgestattet. Sie haben meist einen Durchmesser von unter einem Zentimeter. Dank dieser Technik ist es möglich, gestochen scharfe Bilder aus dem Körperinneren zu übertragen. So kann der Arzt selbst kleinste Schleimhautveränderungen, Tumore, Fremdkörper usw. erkennen.

Entnahme von Gewebeproben / Therapie

Im Endoskop sind kleine Arbeitskanäle enthalten. Durch diese können Flüssigkeiten entnommen oder eingespritzt sowie unterschiedliche Instrumente eingeführt werden. Mit Hilfe sehr kleiner Metallschlingen und Greifzangen können z.B. während der Untersuchung Gewebeproben entnommen oder kleine Eingriffe vorgenommen werden.